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Die Art wie wir uns in Zukunft fortbewegen wird sich drastisch ändern, nicht nur im Privaten, sondern auch im Geschäftlichen. Ein gut funktionierendes Flottenmanagement wird dabei weiterhin von essentieller Bedeutung sein, um sämtliche Lieferketten aufrechtzuerhalten.
Doch wie wird die Mobilität der Zukunft aussehen? Eine genaue Aussage darüber lässt sich nur schwer treffen, da es viele verschiedene Technologien gibt, von denen manche noch in der Entwicklung sind, und außerdem wirtschaftliche und rechtliche Unsicherheiten bestehen.
Wir möchten Ihnen hier dennoch einmal einen kurzen Überblick drei solcher wichtigen Technologien und Entwicklungen aufzeigen.

Inhaltsverzeichnis
Mobilität der Zukunft

E-Mobilität nimmt Fahrt auf

Eine Technologie, deren Entwicklung bereits in vollem Gange und die auch schon vermehrt im Einsatz ist, ist natürlich die E-Mobilität, d.h. das elektrische Fahren mit Strom.
Besonders bei Privat-PKWs nimmt die Zahl der neuen Modelle und Neuzulassungen stetig zu und zum Teil sind auch schon Busse im ÖPNV elektrisch unterwegs.

Hauptprobleme bei der E-Mobilität sind bisher die geringe Reichweite und lange Ladezeit der verbauten Batterien. Hier wurden zwar in den letzten Jahren deutliche Verbesserungen erzielt, im Vergleich zu Verbrennern und wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen hinken diese jedoch noch hinterher.
Ein weiterer Faktor ist die Zahl der verfügbaren Ladestationen. Der Netzausbau ist bereits in vollem Gange, muss jedoch noch deutlich schneller werden, um die zunehmende Zahl zugelassener Elektrofahrzeuge auch flächendeckend versorgen zu können.

Was die Emissionen bei der E-Mobilität angeht, hängen diese maßgeblich davon ab, wie der benötigte Strom erzeugt wird. Dieser sollte hauptsächlich aus erneuerbaren Energien kommen, was einen noch stärkeren Ausbau dieser erfordert.
Direkt am Fahrzeug werden beim rein elektrischen Antrieb keine Emissionen mehr freigesetzt und somit auch keine Schadstoffe, was zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität, insbesondere bei Städten, führen wird.

Verbesserungspotenzial gibt es zudem noch bei der Batterietechnologie. Bisher verbaute Akkus haben ein ziemlich hohes Gewicht, was sich natürlich negativ auf die verfügbare Reichweite auswirkt. Außerdem enthalten die aktuell verbreiteten Lithium-Ionen-Akkus einige Materialien, die jetzt schon knapp und nicht gerade umweltfreundlich sind.
Bei zukünftig noch höherem Bedarf und der Abhängigkeit des Imports solcher Materialien aus einigen wenigen Ländern, ist die Entwicklung neuer Batterietechnologien aus anderen Materialien und mit geringerem Gewicht von großer Bedeutung. Hier wird bereits an neuen Technologien geforscht und entwickelt – bis zur Marktreife wird es allerdings noch eine Weile dauern.
Damit verbunden ist ebenfalls der Bedarf an größeren und effizienten Speichersystemen. Da der Strom aus erneuerbaren Energien nicht durchgehend in gleicher Menge verfügbar ist und Schwankungen unterliegt, müssen diese irgendwie ausgeglichen werden.

Wasserstoff: Die Zukunftslösung?

Eine andere vielversprechende Antriebstechnologie ist die Brennstoffzelle, welche mit Wasserstoff betrieben wird.
Diese Technologie ist zwar schon lange im Gespräch, bisher gibt es aber nur wenige wasserstoffbetriebene Fahrzeugmodelle. Dies dürfte unter anderem an den bisher hohen Kosten zur Bereitstellung des Kraftstoffs liegen, da die Erzeugung von Wasserstoff viel Energie, d.h. viel Strom, benötigt.
Gegenüber anderen Antriebsarten, wie dem Verbrenner und E-Autos, ist der Wirkungsgrad aktuell auch noch deutlich niedriger.

Was diese Antriebstechnologie allerdings sehr attraktiv macht ist zum einen die Tatsache, dass auch hier direkt am Fahrzeug keine schädlichen Emissionen ausgestoßen werden und zum anderen dass die Reichweite vergleichbar mit denen aktueller Verbrenner und die Tankzeit ähnlich kurz ist.
Besonders für den Transportsektor und bei größeren Fahrzeugen, wie z.B. LKWs, ist diese Antriebsart daher gut geeignet.
Wird der zur Herstellung benötigte Strom außerdem komplett aus erneuerbaren Energien erzeugt, ist diese Antriebsart insgesamt sehr emissionsarm.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit der Speicherung und damit einer unabhängigen Verfügbarkeit. Der Wasserstoff kann an Orten bzw. zu Zeiten hergestellt werden, wenn genug Strom aus regenerativen Energiequellen zur Verfügung steht, und anschließend weitertransportiert und vor Ort gespeichert werden kann. Hierfür ist allerdings noch ein deutlicher Ausbau der entsprechenden Infrastruktur notwendig.

Autonomes Fahren: Eine Zukunftsvision

Neben den Entwicklungen bei den Antriebsarten, könnte sich die Mobilität der Zukunft auch anderweitig grundlegend ändern – Stichwort: Autonomes Fahren.
Bereits jetzt steckt in den Fahrzeugen jede Menge Technik und Fahrerassistenzsysteme, welche einem schon jetzt ermöglicht, zumindest auf kurzen Streckenabschnitten, fast komplett automatisch zu fahren.

Der nächste Schritt und für viele die Zukunftsvision ist das Autonome Fahren, d.h. ein vollautomatisches Fahren des Fahrzeugs, bei dem kein Fahrer mehr hinter dem Lenkrad sitzen muss. Erste Prototypen werden bereits von namhaften Firmen entwickelt bzw. schon getestet.

Bis es soweit ist, dass diese tatsächlich auf unseren Straßen zu sehen sind, gibt es noch einige große Hürden zu überwinden.
So sind zum einen noch einige rechtliche Fragen ungeklärt, wer etwa im Schadensfall die Haftung übernimmt oder welche Regeln für die Künstliche Intelligenz gelten soll, die schwerwiegende Entscheidungen trifft, etwa wenn ein Unfall mit weiteren Beteiligten unausweichlich ist und entschieden werden muss, welche der Personen verschont werden.

Für eine komplett autonome Fahrwelt bedarf es außerdem einer flächendeckenden und lückenlosen Abdeckung mit schnellem Mobilfunk, mindestens im neuen Mobilfunkstandard 5G. Da diese Übertragungstechnik eine geringere Reichweite als dessen Vorgänger LTE (4G) hat, müssen die Netze entsprechend mit zusätzlichen Mobilfunkstationen erweitert werden. Autonomes Fahren wird daher zuerst in Städten mit der entsprechenden Netzabdeckung möglich sein. Im ländlichen Bereich wird ein solcher Netzausbau eine große Herausforderung und wird viel Zeit in Anspruch nehmen.

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